11.7.12

3 Fehler, die E-Book-Autoren oft noch machen

In den letzten Wochen habe ich mich stark mit dem Thema E-Books beschäftigt. Traditionelle Verlage haben auf diesem Gebiet derzeit nur beschränkten Erfolg, da sie viel zu viel für ein E-Book verlangen. Wer will schon ein E-Book kaufen, das nur 2 Euro billiger als die Druckausgabe ist?

Selbstverlegende E-Book-Autoren sind dagegen dieser Tage sehr erfolgreich. Mit Preisen unter 3 Euro treffen sie genau die Erwartungshaltung der E-Book-Leser. Allerdings machen sie oft noch eine Reihe von Fehlern, die ihren langfristigen Erfolg beeinträchtigen:

1. Sie verzichten auf ein professionelles Korrektorat. Zahllose Fehler in Sachen Rechtschreibung und Grammatik sind einfach schade und können das Lesevergnügen beeinträchtigen. Die meisten Leser werden sich stark überlegen, ob sie von dem betreffenden Autor noch einmal etwas kaufen.
2. Sie messen dem Cover nicht genug Bedeutung zu. Besonders wichtig ist, dass der Buchtitel auch auf den kleinen Cover-Abbildungen in den Suchergebnissen der Online-Buchhändler gut lesbar sein sollte. Man muss ja nicht unbedingt einen teuren Designer bezahlen, ein Mediengestaltung-Student kann das oft auch sehr gut.
3. Sie fangen mit dem Marketing nicht früh genug an. Autoren sollten sich einen interessierten Leserkreis bereits vor dem Erscheinen des Buches aufbauen, z.B. durch ein lesenswertes Blog.

Kurzum, selbstverlegende Autoren sollten wie kleine Verlage arbeiten und nicht am falschen Ende sparen.

Kommentare:

Daniela Preiß hat gesagt…

Das kann ich nur bestätigen - Marketing sollte schon beginnen, bevor das Buch erschienen ist. Danach wollen viele Buchhandlungen, Literaturhäuser etc. schon keine Lesung mehr, denn sie planen weit voraus und wenn wieder ein Termin frei wäre, ist das Buch ja schon veraltet ...

Kai hat gesagt…

Stimmt, wer mit Verlagen konkurrieren will, sollte es ähnlich wie diese machen, d.h. mit Vorankündigungen, Vorabexemplaren usw.